Mit Rastersondenmikroskopen können individuelle Atome wie einzelne Hügel sichtbar gemacht werden. In der obigen Aufnahme
sind sogar bereits innere Strukturen der Atome erkennbar.
Rastersondenmikroskop (SPM) ist ein Überbegriff für Mikroskope, bei denen das Bild einer Oberfläche
durch die Wechselwirkung einer so genannten Sonde mit der Probe entsteht. Die Sonde, meist in Form
einer scharfen Spitze, tastet die Oberfläche der Probe zeilenweise ab (Rasterprozess). Die daraus
erhaltenen Messwerte werden in einem digitalen Bild zusammengesetzt und ergeben ein Profil der Oberfläche
der Probe.
Die heute meistverbreiteten Rastersondenmikroskope sind das Rastertunnelmikroskop (Scanning Tunneling Microscope, STM)
und das Rasterkraftmikroskop (Atomic Force Microscope, AFM).
Das erste Rastersondenmikroskop, welches von dem Schweizer Physiker Heinrich Rohrer und dem Deutschen Physiker Gerd
Binnig 1981 erfunden wurde, war ein Rastertunnelmikroskop. 1986 erhielten Sie für diese Arbeit den Nobelpreis für Physik.