Zukunftsweisende Technik oder Gesundheitsrisiko - Nano ist hochaktuell und wird heftig diskutiert.
„Nano“ kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet Zwerg ( [nános] „Zwerg“). Die Nanowissenschaft befasst
sich jedoch nicht mit Omas Gartenzwergen, sondern mit winzigen Strukturen, genauer: Nanostrukturen. Ein
Nanometer ist der milliardste Teil eines Meters, denn „nano“ ist das Größenpräfix für 10-9 (entspricht 0.000 000 001),
so wie „kilo“ für 103 oder „milli“ für 10-3.
Ein Atom ist etwa 0,1nm groß, Nanostrukturen (<100nm) bestehen also nur aus einigen Atomen. Hierzu ein
anschauliches Beispiel: Angenommen ein Atom hätte die Größe eines Tischtennisballs, so wäre ein Tischtennisball so
groß wie die Erde.
Die Größenordnung ist extrem und damit sind auch die geltenden Gesetze extrem. Somit verhalten sich Nanostrukturen
ganz anders als größere Strukturen. Oberflächeneigenschaften eines Materials werden wichtiger als Volumeneigenschaften,
und es müssen zunehmend quantenmechanische Effekte berücksichtigt werden.
Um kleinsten Partikel abbilden, verstehen, synthetisieren und einsetzen zu können, sowie deren Risiken zu untersuchen,
braucht es die Nanowissenschaft. Deswegen ist die Nanowissenschaft in vielen verschiedenen Bereichen präsent: Materialforschung,
Optik, Elektronik, Biotechnologie, Messtechnik oder Medizin.